IKA – Institut für bildende Kunst
Fachbereich Erweiterter Malerischer Raum

Ida Gergely

In This Emptiness We Stand – Vienna Reflections

Seit zwei Jahren steht Einsamkeit im Fokus meines künstlerischen Schaffens und sie ist auch für meine Diplomarbeit das zugrunde liegende Thema.

Einsamkeit ist entweder ein permanenter oder ein vorübergehender Zustand. Eine einsame Person empfindet oft eine subjektive innere Leere oder fühlt sich von der Außenwelt abgekapselt. Dieses Empfinden wird in Aspekten meiner Werke reflektiert: in den einengenden, klaustrophoben, leeren, kulissenartigen Hintergründen, in den blinden Fenstern.

Auf der anderen Seite reflektieren meine Werke meine eigene positive Einstellung der Welt und dem Leben gegenüber, und zwar in der harmonischen Farbnutzung und in den dargestellten Tätigkeiten. Die Figuren, die Ball spielen oder Fahrrad fahren, sind ständig in Bewegung und bilden dadurch einen starken Kontrast zur unbeweglichen, stummen, schematischen Umwelt.

Meine abstrakten Gemälde folgen demselben Gedankenstrang und bieten dadurch eine Plattform für positive und negative Deutungen und für eine breitere Perspektive.

Die schwarz-weißen Zeichnungen verstärken durch die Farblosigkeit das Gefühl von Isolation und Alleinsein. Die Gestalten schweben in einem Vakuum und ihre Schatten haften schwer auf ihnen. Die Einsamkeit, das Nichts, die Leere sind fast greifbar. Die Handlungen erstarren und werden sekundär.

Meine Installationen sind bewusst naiv gestaltet, um die kindliche Perspektive auf Einsamkeit auszudrücken.

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Foto © eSel – Joanna Pianka

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