Maximilian Hissek

Kitsch als Werkzeug für das Design eines Rosenkugelobjekts

Kitsch ist allgegenwärtig. Doch was ist Kitsch? Wie und auf welche Weise begegnen wir ihm im Alltag? Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit war der Konflikt, welche Objekte und auf welche Weise diese in Kitschverdacht geraten. Und was dies für deren BenützerInnen bedeutet. Als Beispiel für Verkitschung habe ich als mein praktisches Projekt die Rosenkugel herangezogen. Diese erfüllt einige wichtige Funktionen im Garten – sie ist ursprünglich kein reines Dekorobjekt wie beispielsweise der Gartenzwerg. Jedoch wird auch sie durch Materialübergriffe immer mehr zu einem Dekorelement und verliert ihre Bedeutung als Nistplatz für Nützlinge. In meiner praktischen Arbeit habe ich selbst einen Materialübergriff begangen, und aus einem für Möbel unüblichen Material einen Hocker gestaltet. Dafür habe ich die Rosenkugel vervielfältigt und ein Möbelstück aus dem Werkstoff Keramik geschaffen, das einige Aspekte von Kitsch thematisiert und verhandelt.

We are surrounded by kitsch in our everyday lives. But what constitutes kitsch, and what are the ways in which we come across it? This work deals with the conflict of how objects may be conceived as kitschy, what those objects might be, and how they affect people. For this project, I have delved into the world of garden globes. These garden globes – unlike the well-known garden gnome – do serve a functional purpose in the garden in their original form, other than being just mere ornament: they are supposed to offer a hiding place for beneficial insects. However, through changes in production and materials used, this purpose is nowadays oftentimes omitted. By creating a pottery stool made up of multiple garden globes I discuss and highlight various aspects of kitsch.

Abb. / Ill.: © Maximilian Hissek

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