Hanna Schibel

Die Tage

Das Spannungsverhältnis von Identität und Fiktion ist grundlegend in meiner Arbeit.
Aus flüchtiger Emotion und Material entsteht eine Rauminstallation.
Das Narrativ ist hierbei die Neuinterpretation von einzeln erlebten Tagen, die als Objekt, als Wesen verkörpert, lesbar werden. Es liegt keine Hierarchie zugrunde, sondern eine chronologische Analyse einzelner Empfindungswerte wird Theorie und Archiv.
Limitiert durch eine zeitliche Begrenzung, aufgrund meines eigenen Biorhythmus, entstehen Allegorien als autobiographische Ausführung.
Die deskriptive Ausdrucksvielfalt ist Erzeugnis des Erinnerungsarchivs, dem „Tage-buch“.
Dabei beziehen sich die einzelnen körperlichen Attribute der Charaktere auf die ephemeren Empfindungen der dokumentierten Tage.
Das Ergebnis sind 28 Charaktere, die eine eigene Geschichte erzählen.

A spatial installation emerges from fleeting emotion and material.
The narrative here is the reinterpretation of individually experienced days, which become legible as objects, embodied as beings. There is no underlying hierarchy, but a chronological analysis of individual sensory values becomes theory and archive.
Limited by a time constraint, due to my own biorhythm, allegories emerge as autobiographical execution.
The descriptive variety of expression is a product of the memory archive, the „diary“.
The individual physical attributes of the characters refer to the ephemeral sensations of the documented days.
The result is 28 characters that tell their own story.


Hanna Schibel

Die Tage, 2021
Serie aus 28 Papierarbeiten / Series of 28 works on paper (18.3.2021¬14.4.2021) und 3 Skulpturen / and 3 sculptures (27.3, 10.4, 13.4)
Papierarbeiten: Collage und Linolschnitt, Skulpturen: Mischtechnik / Paper works: Collage and linocut, sculptures: mixed media
25,4 x 25,4 cm und je / and each ca. 50 cm x 80 cm x 110 cm
Courtesy of the artist

Abb. / Ill.: © Hanna Schibel

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