Melisande Seebald

Auf eine Zigarette

In der Filmserie von Melisande Seebald Auf eine Zigarette werden Protagonistinnen für die Zeitspanne einer Zigarette beim Rauchen filmisch festgehalten. Dabei sind die Protagonistinnen weiblich, die Zeitspanne der Filme wird durch das Medium bestimmt, die Handlung stellt den Prozess des Rauchens dar.

Die einzelnen Filme wurden mit Super 8 ohne Ton aufgenommen und reihen sich chronologisch im Zeitraum 2015–2021 in das Schaffen der Künstlerin, jedoch vermittelt ihr Erscheinungsbild aufgrund des verwendeten Mediums eine zeitlose Komponente.

Die jeweiligen Drehorte spiegeln in ihren räumlichen Gegebenheiten die gewohnten und bevorzugten Rauchorte der Akteurinnen wider. Die Wahl der Drehorte sowie die Farbgestaltung der Filme obliegt den Frauen. Divers in ihrer Altersstruktur und verbunden durch die Eigenschaft des Rauchens stehen die Protagonistinnen im Fokus der Filme.

Die Konsumation von Tabakware, in Form von Zigaretten rauchen, tritt in den Vordergrund. Eine für die Protagonistinnen alltägliche Tätigkeit wird festgehalten und entfremdet. Dabei raucht jede Frau für sich alleine.

Die Ausstellung porträtiert die Filmserie Auf eine Zigarette in digitalisierter Form. Von den 12 Filmen werden 7 Filme zeitgleich in Form einer Komposition von Monitoren gezeigt. In der Zusammenschau aller Filme wird das Raum-Zeit Gefühl aufgehoben und die Protagonistinnen sitzen zusammen „auf eine Zigarette“.


Melisande Seebald

Auf eine Zigarette, 2015–2021
Serie aus 12 Filmen / Series from12 films
Super 8, s/w, Farbe, ohne Ton, digitalisiert / Super 8, b/w, color, no sound, digitalized
Dauer / Duration: ca. 3 Min.

Abb. / Ill.: © Melisande Seebald

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